Genießen

Genießen

Größe ist nicht alles. Aber die Tatsache, dass die Weinbaufläche des Kamptals größer ist als jene von Steiermark und Wien zusammen, sagt vieles über den Stellenwert aus, den der Wein hier genießt. Es ist das Zusammenspiel von Boden und Klima, das die Basis
für den Charakter eines Weins bildet. Im Kamptal ist dieses Zusammenspiel von ganz besonderer Finesse und Vielfalt. Denn hier haben wir es gleich mit dreierlei Arten von Böden zu tun:

Urgestein, Löss und Lehm

Da ist zum einen der „Gföhler Gneis“, das Urgestein. Aus diesem Stein sind die Hügel des Kamptals gemacht. Darüber lagert Braunerde. Zum Teil meterdick, zum Teil lediglich 20 Zentimeter hoch. Da ist zum anderen der Löss. Flugstaub, der in der Eiszeit ins Kamptal geweht wurde und sich hier zum fruchtbaren Boden verdichtet hat. Und schließlich die Lehmböden, die sich direkt an den Ufern des Kamps gebildet haben. „Gewürzt“ wird das ganz durch ein Klima, das man getrost als Kamptaler Kleinklima bezeichnen kann und das in dieser Konstellationwohl an wenigen Orten der Erde zu finden ist. Das trocken-heiße pannonische Klima und die rau-kühlen Lüfte des Waldviertels bilden ideale Bedingungen für den Wein. Verstärkt wird dieser Effekt durch die Topographie des Kamptals, das sich zum warmen Donautal hin öffnet und nach Norden hin „zumacht“.Typisch für das rund 200 bis 300 Meter hoch gelegene Kamptal sind heiße Tage und kühle Nächte im Sommer, sowie lange sonnige Herbstperioden.